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Uhren-Lexikon

A
Acrylglas
Acrylglas ist ein synthetisch hergestellter, transparenter Kunststoff, der sich in bestimmten Temperaturbereichen verformen lässt. Acrylglas zeichnet sich durch seine hohe Bruchsicherheit, Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit aus. Kleinere Kratzer lassen sich leicht herauspolieren.
Anglieren
Unter Anglieren versteht man ein Verfahren zur Finissierung von Uhrwerken. Hierbei werden die Kanten einer geschliffenen Fläche auf 45 Grad abgeschrägt und poliert. Die Breite der Kanten bleibt gleich.
Anker
Der Anker ist ein Verbindungshebel mit zwei Armen und erinnert in seiner Form an einen Schiffsanker. Als Bestandteil der Hemmung verbindet er das Ankerrad (auch Hemmungsrad) mit der Unruhwelle. Der Anker empfängt den Impuls vom Hemmungsrad und gibt diesen an die Unruh weiter. Parallel dazu unterbricht er den Ablauf des Ankerrades und des Räderwerkes.
Ankerrad
Das Ankerrad (auch Steigrad oder Hemmungsrad) ist Bestandteil der Hemmung eines Uhrwerkes mit Anker. Das Ankerrad sitzt zwischen dem Räderwerk und der Unruh. Die Verbindung zwischen Unruh und Ankerrad stellt der Anker her. Ein Merkmal des Ankerrades sind asymmetrische Zähne.
Antimagnetische Uhr
Eine antimagnetische Uhr bleibt unter dem Einfluss eines Magnetfeldes bestimmter Stärke nicht stehen. Das Gangverhalten muss innerhalb bestimmter Grenzen bleiben. Diese regeln die DIN-Richtlinie 8309 und die ISO-Norm 764.

Laut der DIN 8309 gelten Uhren mit einem Werksdurchmesser größer als 20 mm als antimagnetisch, wenn sie unter einem Magnetfeld der Stärke von 4.800 A/m (6 mT) nicht stehen bleiben und die Gangabweichung nicht mehr als +/- 30 Sekunden am Tag beträgt.
Antriebsfeder
Siehe Zugfeder
Aufzug
Der Aufzug spannt die Zugfeder. Taschenuhren benötigten früher einen Schlüssel für den Aufzug (Schlüsselaufzug). Später wurde dieser durch die Krone ersetzt (Kronenaufzug). Bei einer Automatik übernimmt eine Schwungmasse im Uhrwerk, der Rotor, die Aufgabe des Aufzugs.
Automatik
Automatik bezeichnet den automatischen Aufzug eines Uhrwerkes. Bewegungen des Handgelenkes und des Armes bewirken, dass sich die Zugfeder aufzieht. Hierfür sorgt im Uhrwerk eine Schwungmasse (auch Aufzugsrotor, Rotor), der entweder in eine oder in beide Drehrichtungen arbeitet. Damit die Feder nicht durch zu viel Spannung zerstört wird, befindet sich an ihrem äußeren Ende eine Rutschkupplung. Weit verbreitet ist der Mechanismus des Zentralrotors.
B C D
Datumsanzeige
Die Anzeige des Datums erfolgt entweder mittels Zeiger (Zeigerdatum) oder mittels Ziffern, die sich auf einem bedruckten Ring unterhalb des Zifferblattes befinden. Eine Öffnung im Zifferblatt gibt den Blick auf das Datum frei. Zeiger oder Ziffernring drehen sich innerhalb von 31 Tagen einmal um 360°. An Monaten mit weniger als 31 Tagen muss die Datumsanzeige manuell korrigiert werden.
Datumschnellschaltung
Mit der Datumschnellschaltung lässt sich die Datumsanzeige komfortabel mit der gezogenen Krone verstellen. Uhrwerke mit herkömmlicher Datumsschaltung verstellen das Datum erst, wenn der Stundenzeiger etwa zwei Umdrehungen vollzogen hat.
Doppelchronograph
Siehe Schleppzeiger-Chronograph.
Doppelfaltschließe
Doppelfaltschließen sind Faltschließen, die sich beidseitig öffnen und damit eine große Öffnung des Armbandes erlauben.
Doppelfederhaus
Unter einem Doppelfederhaus versteht man zwei in Serie geschaltete Federhäuser. Ein Doppelfederhaus verlängert die Gangreserve.
Dornschließe
Die Dornschließe ist ein Verschlussmechanismus für Uhrenarmbänder. Der längere Teil des Bandes besitzt gestanzte Löcher. Am Ende des kürzeren Teiles befinden sich der eigentliche Dorn, ein Federsteg sowie ein Metallbügel in U-Form. Wie bei einem Gürtel wird der Dorn in eines der Löcher geführt, um die gewünschte Länge zu fixieren. Der Metallbügel verhindert, dass der Dorn aus dem Loch herausrutscht.
Drehbare Lünette
Die Lünette ist ein Ring, der Zifferblatt und Uhrglas umgibt. In der drehbaren Variante kommt sie zum Beispiel bei Taucher- oder Fliegeruhren zum Einsatz.

Bei einer Taucheruhr ist sie nur einseitig gegen den Uhrzeigersinn drehbar. So wird verhindert, dass sich die Tauchzeit durch ein versehentliches Verstellen der Lünette verlängert. Vor dem Tauchgang synchronisiert der Taucher die Nullmarkierung mit dem Minutenzeiger. Die 60-Minuten-Skala auf der Lünette ermöglicht ein Ablesen der verstrichenen Tauchzeit.

Bei Fliegeruhren ist die Drehlünette beidseitig drehbar.
Dubois Dépraz
Dubois Dépraz ist ein Spezialhersteller für Uhrwerkskomplikationen.
E F
Faltschließe
Die Faltschließe ist ein Mechanismus zum Öffnen und Schließen eines Uhrenarmbandes. Im Unterschied zu Armbändern mit Dornschließe wird die Faltschließe an Scharnieren aufgeklappt. Armbänder mit Dornschließe werden hingegen vollständig geöffnet.
Federhaus
Im Federhaus befindet sich die Zugfeder im eingerollten Zustand. Sie speichert die Energie des Aufzuges.
Feinregulierung
Die Feinregulierung dient dazu, bei Armbanduhren möglichst präzise Gangwerte zu erzielen. Der Gang einer Uhr wird unter verschiedenen Temperaturen und in unterschiedlichen Lagen möglichst gleichmäßig reguliert. Chronometer werden in fünf Lagen und bei drei Temperaturen feinreguliert, um die Anforderungen offizieller Chronometerprüfstellen zu erfüllen.
Finissierung
Der Begriff Finissierung kommt vom französischen Wort Finissage und meint die Veredelung bzw. Verfeinerung von Uhrwerken. Gängige Finissierungen sind Zierschliffe wie Genfer Streifen, der Perlschliff (auch Perlage oder Perlierung) oder der Sonnenschliff. Auch das Bläuen und Anglieren sind Formen der Finissierung.
Flyback-Chronograph
Ein Flyback-Chronograph bietet eine besondere Stoppfunktion. Nach dem Start wird die Zeitnahme mit nur einem Knopfdruck zurückgesetzt und beginnt unmittelbar neu. Ein laufender Standard-Chronograph dagegen bringt die Zeiger mit einem Knopfdruck auf den oberen Drücker zum Stillstand. Erst ein Betätigen des unteren Drückers setzt die Zeiger auf null zurück. Mit einem erneuten Druck auf den oberen Drücker beginnt eine weitere Zeitnahme. Flyback-Chronographen stammen aus der Militärfliegerei. Sie werden eingesetzt, wenn nacheinander mehrere Manöver sekundengenau ausgeführt werden sollen. Eine normale Stoppfunktion kommt hierbei nicht in Frage, da ein Neustart mit drei Knopfdrücken zu viel Zeit braucht.
G
GMT
GMT steht für Greenwich Mean Time. Diese ist die astronomisch definierte Ortszeit in Greenwich (London) und wurde als Weltzeit festgelegt. Seit 1972 gilt die Koordinierte Weltzeit (UTC) als Weltzeit. Im Unterschied zur GMT ist die UTC keine astronomisch verankerte Zeit.

Eine GMT-Uhr zeigt neben der Ortszeit auch die Uhrzeit in einer anderen Zeitzone an.
Gangreserve
Die Gangreserve ist die Zeitspanne vom Vollaufzug bis zum Stillstand eines Uhrwerkes, ohne dass die Uhr zwischendurch per Hand oder durch Bewegung aufgezogen werden muss.
Gangreserveanzeige
Die Gangreserveanzeige zeigt an, wie viel Zeit bis zum Stillstand einer mechanischen Uhr verbleibt. Sie gibt Auskunft darüber, ob und wann die Uhr aufgezogen werden muss. Der Aufzug erfolgt zum Beispiel über die Aufzugskrone.
Genfer Siegel
Das Genfer Siegel wird auch Genfer Punze genannt. Es ist ein Gütesiegel für die Herkunft und Qualität eines Kalibers. Klassischerweise wird das Siegel in das Metall des Uhrwerkes mit einem Schlagstempel eingepunzt, also eingestanzt. Eine neue Methode, die sogenannte Nanostruktur-Markierung, verändert das Metall auf mikroskopischer Ebene. Deshalb können auch sehr kleine Einzelteile eines Uhrwerkes das Genfer Siegel erhalten. Um das Genfer Siegel zu bekommen, muss ein mechanisches Kaliber im Kanton Genf produziert, montiert und reguliert werden. Hinzu kommen 12 weitere Kriterien, welche die Endbearbeitung, Qualität und Entwicklung betreffen. Über die Vergabe des Genfer Siegels entscheiden acht vereidigte Mitglieder des staatlichen Prüfungsausschusses von Genf. Zu den bekanntesten Herstellern von Uhrwerken mit Genfer Siegel gehören Cartier, Vacheron Constantin, Roger Dubuis und Chopard.
Genfer Streifen
Genfer Streifen sind ein Zierschliff aus geraden, breiten Streifen auf Uhrwerken und manchmal auch auf anderen Uhrenteilen. Sie sind auch unter der Bezeichnung Côte de Gèneve und Filets bekannt.
Guillochiertes Zifferblatt
Guillochierte Zifferblätter besitzen maschinell oder per Hand gravierte Guillochen. Diese sind Muster bzw. Ornamente, die aus mehrfach ineinander verwobenen und sich überlappenden Linien bestehen.
H
Handaufzug
Der Handaufzug ist eine Variante des Aufzugs eines Uhrwerkes. Die Zugfeder wird mit der Krone (Kronenaufzug) gespannt. Die Feder gibt kontinuierlich ihre Energie an das Räderwerk weiter.
Handguillochiertes Zifferblatt
Bei Handguillochierte Zifferblättern wird die Guilloche per Hand aufgetragen. Dadurch entstehen licht unregelmäßige Muster und Linien.
Hardlexglas
Hardlexglas ist ein Mineralglas, das überwiegend von Seiko verwendet wird. Durch ein spezielles Verfahren ist es härter und kratzfester als herkömmliches Mineralglas. In seiner Widerstandsfähigkeit liegt es zwischen Mineral- und Saphirglas.
Heliumventil
Ein Heliumventil bewahrt eine Taucheruhr vor Schäden durch Überdruck. Profitaucher atmen in Druckkammern ein spezielles Atemgasgemisch mit Helium. Die winzigen Atome gelangen durch die Dichtungen ins Innere der Uhr. Das eingeschlossene Helium steht damit unter hohem Druck. Es kann das Uhrglas heraussprengen, wenn der Taucher zu normalem Außendruck zurückkehrt. Das Ventil sorgt für einen Druckausgleich. Es funktioniert automatisch oder wird manuell betätigt.
Hemmung
Die Hemmung sorgt für ein kontrolliertes Ablaufen der aufgezogenen Feder. Der Mechanismus hemmt hierfür das Räderwerk periodisch, sodass ein gleichmäßiger Gang entsteht. Gleichzeitig versorgt die Hemmung das Schwingsystem mit neuer Energie.

Armbanduhren nutzen heute überwiegend die Schweizer Ankerhemmung, bestehend aus Anker und Ankerrad. Das Ankerrad steht direkt mit dem Sekundenrad im Eingriff. Auf der Welle des Sekundenrades ist der Sekundenzeiger befestigt. Die hin- und herschwingende Unruh versetzt den Anker in eine gleichmäßige Hin- und Herbewegung. Deshalb kann er in das Ankerrad eingreifen, die Drehung des Ankerrades blockieren und wieder freigeben. Bei einer Unruhfrequenz von 28.800 A/h (4 Hz) ergeben sich acht kleine Schritte des Sekundenzeigers.
Hesalit
Hesalit ist die hauseigene Bezeichnung von Omega für Plexiglas. Es ist kostengünstig herzustellen und auszutauschen. Zudem splittert es nicht.
J K L
Leuchtzeiger
Leuchtzeiger besitzen auf ihrer Oberfläche Leuchtmasse, die im Dunkeln leuchtet. In der Vergangenheit kam hierfür das radioaktive Tritium zum Einsatz. Der leuchtende Effekt entstand dadurch, dass die Kristalle der aus Zinkverbindungen bestehenden Zeiger mit den vom Tritium ausgesandten Elektronen reagierten. Heute kommt überwiegend die Leuchtmasse Superluminova zum Einsatz. Das nicht radioaktive Material besteht aus Nachleuchtpigmenten. Sobald Licht auf die Leuchtmasse einwirkt, beginnt dieses nachzuleuchten. Die Pigmente sind anorganisch und phosphoreszierend. Abhängig von der Dauer der Lichteinwirkung verlängert sich die Leuchtzeit. Die Aufladung von Superluminova ist aber begrenzt.
Leuchtziffern
Leuchtziffern besitzen auf ihrer Oberfläche Leuchtmasse, die im Dunkeln leuchtet. Hierfür kam in der Vergangenheit das radioaktive Tritium zum Einsatz. Heute nutzt man überwiegend die Leuchtmasse Superluminova. Das Material ist nicht radioaktiv und besteht aus anorganischen sowie phosphoreszierenden Pigmenten. Sobald künstliches oder natürliches Licht auf diese Nachleuchtpigmente einwirkt, beginnen diese zu leuchten.
Limitierte Serie
Eine limitierte Serie ist in der Stückzahl der produzierten Uhren begrenzt.
Lünette
Die Lünette ist ein Ring, der das Uhrglas umgibt. Sie kann drehbar oder starr sein. Taucheruhren nutzen eine einseitig drehbare Lünette mit Minutenmarkierungen zum Einstellen der Tauchzeit. Bei Chronographen findet sich oft eine Tachymeterskala auf einer feststehenden Lünette, um Durchschnittsgeschwindigkeiten zu messen. Lünetten bestehen aus Metall oder Keramik.
M O Q R S
Saphirglas
Saphirglas besteht aus synthetisch hergestelltem Kristall. Es ist wesentlich härter und kratzfester als Mineralglas oder Acrylglas und wird daher vorwiegend bei Luxusuhren verwendet.
Schlagwerk
Ein Schlagwerk ist ein separater Mechanismus in einer mechanischen Uhr. Es gibt die Uhrzeit mit akustischen Signaltönen wieder. Hierfür schlägt ein Hammer auf einen Klangkörper, der aus Glocken, der Gehäusewandung oder Tonfedern besteht.
Schleppzeiger-Chronograph
Mit einem Schleppzeiger-Chronographen lassen sich Zwischenzeiten stoppen. Zu diesem Zweck ist er mit zwei Sekundenzeigern und drei Drückern versehen. Zunächst starten beide Sekundenzeiger auf Knopfdruck gemeinsam. Ein zweiter Knopfdruck hält einen der beiden Sekundenzeiger an und ermöglicht das Ablesen einer Zwischenzeit. Der andere Sekundenzeiger läuft inzwischen weiter. Mit einem weiteren Knopfdruck setzt man den gestoppten Zeiger wieder in Gang. Die Schleppzeiger-Komplikation wird auch als Rattrapante bezeichnet.
Sedna-Gold
Sedna-Gold ist eine 18-karätige, rötliche Legierung von Omega. Sie besteht aus Gold, Kupfer und Palladium.
Sichtboden
Ein Sichtboden besteht bei hochwertigen Armbanduhren aus Saphir- oder Mineralglas. Er befindet sich auf der Gehäuserückseite und gibt den Blick auf das Uhrwerk frei.
Skelettuhr
Eine Skelettuhr zeichnet sich durch zahlreiche Aussparungen im Uhrwerk aus, sodass ein Durchblick-Effekt entsteht. Skelettuhren sind meist filigrane Kunstwerke und entsprechend aufwendig zu fertigen.
Spirale
Die Spirale bzw. Unruhspirale ist ein Teil der Unruh. Sie gehört damit zum Schwingsystem einer mechanischen Uhr. Ihr möglichst gleichmäßiges Zusammenziehen und Ausdehnen erfolgt mehrmals pro Sekunde und bestimmt den Takt des Zeitmessers. Die hauchdünne Spiralfeder wiegt nur zwei tausendstel Gramm. Sie besteht aus speziellem Material wie der der Legierung Nivarox oder dem amagnetischen Halbmetall Silizium.
Stoppsekunde
Die Stoppsekunde ermöglicht ein genaues Stellen der Uhr. Beim Herausziehen der Krone bleibt der Sekundenzeiger stehen. Man drückt die Krone in Übereinstimmung mit einem genauen Zeitsignal zurück in ihre Ausgangsposition, um den gestoppten Sekundenzeiger wieder in Bewegung zu setzen.
Stoßsicherung
Die Stoßsicherung schützt empfindliche Bauteile vor Beschädigung, falls die Uhr herunterfällt oder heftig gegen harte Gegenstände schlägt. Vor allem die Lagerzapfen der Unruh sind gefährdet. Eine winzige Metallfeder fängt die Stöße ab. Eine Uhr gilt als stoßgesichert, wenn sie bei einem Fall aus 1 m Höhe auf eine horizontale Hartholz-Fläche keinen Schaden nimmt. Die gängigste Stoßsicherung heißt Incabloc. Einige Hersteller verwenden eigene Entwicklungen.
Superluminova
Superluminova ist der Handelsname einer grünlich leuchtenden Substanz für Zeiger und Indexe. Das Material lädt sich unter Licht auf und gibt diese Energie im Dunkeln durch Leuchten wieder ab. Die Leuchtkraft lässt allerdings im Laufe von Minuten und Stunden nach. Superluminova ist das am häufigsten genutzte Leuchtpigment. Einige Uhrenhersteller verwenden andere Substanzen. Superluminova ist nicht radioaktiv. Hierin unterscheidet es sich von Tritium und dem bis in die 1950er-Jahre üblichen Radium. Zudem ist Superluminova chemisch stabil, sodass seine Funktion auch nach vielen Jahren erhalten bleibt.
T
Tachymeterskala
Mit einer Tachymeterskala werden Einheiten pro Stunde ermittelt. Sie befindet sich auf der Lünette oder dem Rand des Zifferblattes. Die Skala wird meist für Geschwindigkeiten (km/h oder mph) genutzt. Fährt man z. B. einen Kilometer und stoppt für diese Strecke mit dem Chronographen eine Zeit von 28 Sekunden, so lässt sich von der Tachymeterskala ablesen, dass man 130 km/h gefahren ist. Bekannte Uhren mit Tachymeterskala sind die Omega Speedmaster Professional und die Rolex Daytona.
Taucheruhr
Eine Taucheruhr eignet sich für den Einsatz beim Sporttauchen oder Berufstauchen. Gängige Normen sind die ISO 6425 und die DIN 8306. Die Mindestanforderung an die Wasserdichtheit liegt bei 10 bar bzw. 100 m. Typisch für eine vollwertige Taucheruhr sind u. a. eine Wasserdichtheit von 20 bar (200 m), Leuchtzeiger und –indexe sowie eine Lünette mit Minutenmarkierungen. Die Lünette darf nur einseitig gegen den Uhrzeigersinn drehbar sein, um eine irrtümliche Verlängerung der eingestellten Tauchzeit auszuschließen. Einige Taucheruhren überstehen Wassertiefen von 1000 m und mehr, sie sind meist mit einem Heliumventil ausgestattet.
Telemeterskala
Mit einer Telemeterskala werden Entfernungen ermittelt. Sie befindet sich am Rand des Zifferblattes von Chronographen. Beispiel der Nutzung: Man misst die Zeitdifferenz zwischen Blitz und Donner mit der Stoppfunktion. Der gestoppte große Sekundenzeiger zeigt auf der Skala die Entfernung des Gewitters an. Bei der Artillerie lässt sich aus dem Unterschied zwischen Mündungsfeuer und Knall die Distanz eines Geschützes auf der Telemeterskala ablesen.
Tourbillon
Ein Tourbillon ist ein rundes Drahtgestell, das in einer Minute um sich selbst rotiert. In dem Käfig befinden sich die wichtigsten Bauteile einer mechanischen Uhr, nämlich das Schwingsystem und die Hemmung. Die Erdanziehung wirkt auf diese Teile und verursacht geringe Gangabweichungen, wenn sich die Uhr gleichbleibend in senkrechter Position befindet. Aufgrund seiner Eigendrehung kompensiert das Tourbillon diese Schwerpunktfehler. Abraham Louis Breguet erfand das Tourbillon 1795 für Taschenuhren. Heute ist es vorwiegend bei besonders hochpreisigen Luxusuhren zu finden. Die Herstellung eines Tourbillons erfordert hohe Handwerkskunst.
Tricompax
Der Begriff Tricompax steht für eine bestimmte Anordnung von drei Hilfszifferblättern. Diese sind in V-Form bei 3 Uhr, 6 Uhr und 9 Uhr auf dem Zifferblatt positioniert.
U V W Z