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Legendäre Uhrenmodelle: Rolex Daytona

Chrono24
27.02.2015
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Rolex Daytona Chronograph vintage Rolex Daytona Chronograph vintage: Image: Bexsonn
Chrono24
27.02.2015

Rolex Daytona: Mechanische Meisterleistung und klares Design

Der Chronograph Daytona ist das Meisterwerk des Schweizer Uhrenunternehmens Rolex. Der erste seiner Art wurde 1963 auf den Markt gebracht und seither ständig perfektioniert. Die Daytona wurde ursprünglich für Rennfahrer entwickelt und überzeugt durch absolute Präzision und Zuverlässigkeit. Sie ist leistungsstark, selbstaufziehend, wasserdicht, sehr gut ablesbar und unglaublich komfortabel. Klar und ausdrucksstark im Design, ist die Rolex Daytona ein vollendetes Prestigeobjekt. Wer sie am Handgelenk trägt, beweist Klasse und Eleganz.

Woher hat die Daytona ihren Namen?

Daytona ist eigentlich eine Stadt in Florida. Ein großflächiger Strand mit feinem Sand lockt seit Beginn des 20. Jahrhunderts Motorsportfans in die Stadt im südöstlichen Amerika. Seit 1936 werden auf Daytona Beach Autorennen gefahren und 1958 entsteht hier die Daytona International Speedway, eine Strecke auf der das Motorsportrennen Daytona 500 ausgetragen wird. Ursprünglich als Uhr für Rennfahrer entwickelt, wurde der Name der Rolex Daytona von dieser Stadt inspiriert.

Zur Entstehung der Rolex Daytona

Im Jahr 1926 entwickelt Rolex das Oyster Gehäuse, das erste wasserdichte Armbanduhrengehäuse der Welt. In den folgenden Jahren etabliert sich Rolex schon früh als Marke für Sportuhren und stellt professionelle Zeitmessgeräte für Bergsteiger oder Tiefseetaucher her. 1955 stellt das Unternehmen den ersten Armbandchronographen mit dem patentierten Oyster Gehäuse vor, Ref. 6234, der durchaus als Vorläufer der Daytona betrachtet werden kann. Als wahrer Vater der Daytona wird jedoch die Referenz 6238 verstanden. Dieses Modell wird sogar als Pre-Daytona bezeichnet. Der Chronograph Ref. 6238 hat bereits eine Tachymeterskala. Diese dient dazu, Durchschnittgeschwindigkeiten für eine Distanz zu messen, die vorher bestimmt wird.

Rolex Chronograph 6238

Rolex Chronograph 6238, Bild : Auctionata

1963 schließlich präsentiert Rolex sein erstes Cosmograph Modell, Ref. 6239, das speziell für Rennfahrer entwickelt worden ist. Charakteristisch für dieses Modell ist die Tachymeterskala, die in die Lünette eingraviert ist. Diese Besonderheit bringt neben dem technisch-sportlichen Stil einen ganz entscheidenden Vorteil: bessere Ablesbarkeit. Die Ref. 6239 hat einen Durchmesser von 37 Millimeter und ist in Schwarz mit weißen Hilfszifferblättern oder in Weiß mit schwarzen Hilfszifferblättern erhältlich. Ab 1964 erscheint der heute legendäre Name Daytona erstmals auf dem Zifferblatt.

Die Daytona Ref. 6240 – eine wahre Rarität

Ein Jahr später stellt Rolex eine weiterentwickelte Version des Modells vor, Ref. 6240. Die Besonderheit: Die Chronographendrücker der Daytona sind von nun an verschraubbar. Diese Funktion lässt sich als Vollendung des Oysterkonzepts verstehen, denn die Verschraubung gewährleistet, dass die Drücker nicht aus Versehen betätigt werden können und dadurch Wasser ins Innere gelangt. Der Name Oyster erscheint nun zwischen Rolex und Cosmograph.

Bis 1969 wurde das Modell ausschließlich in Edelstahl produziert. Wer eine Daytona Ref. 6240 sein Eigen nennt, kann sich sehr glücklich schätzen, die Modelle sind extrem selten und entsprechend wertvoll.

Die Paul Newman Daytona ist das begehrteste Modell unter Sammlern

Rolex Daytona 'Paul Newman'

Rolex Daytona ‚Paul Newman‘, Bild: Auctionata

Paul Newman wird zwischen 1972 und bis zu seinem Tod im Jahr 2008 häufig mit einer Rolex Daytona am Arm fotografiert. Der amerikanische Schauspieler hat eine Schwäche für den Motorrennsport und gehört 1995 sogar zum Siegerteam des 24-Stunden-Rennens von Daytona. Newmans erste Daytona ist eine Ref. 6263 mit schwarzem Ziffernblatt, die er von seiner Frau Joanna Westwood zu Beginn seiner Karriere als Rennfahrer geschenkt bekommt. Im selben Jahr wird Newman mit einer weiteren Daytona abgelichtet, einer Ref. 6241 mit besonderem Ziffernblatt. Diese „Exotic Dials“ machen eine Daytona zu einem weltweit gesuchten Sammlerobjekt.

Obwohl der Schauspieler nie offizieller Markenbotschafter wird oder in irgendeiner Wiese mit dem Schweizer Unternehmen Rolex in Verbindung steht, werden Modelle mit den genannten Zifferblättern heute als „Paul Newman-Daytona“ bezeichnet. Diese Modelle gehören heute unter Sammlern zu den begehrtesten Daytonas. Während einer Rolex-Auktion im Jahr 2013 in Genf, ersteigert ein Käufer ein sehr seltenes Exemplar der Ref. 6263 aus Edelstahl, produziert im Jahr 1969. Die Uhr erzielte den atemberaubenden Preis von 1.089.186 US Dollar.

Ab 1988 ist die Daytona mit einem Automatikkaliber ausgestattet

Rolex Daytona

Rolex Daytona, Bild: © Bert Buijsrogge

1988 ist ein bedeutsames Jahr für die Daytona. Rolex beginnt mit der Herstellung einer komplett neuen Serie: Oyster Perpetual Cosmograph Daytona. Im Gegensatz zu den älteren Modellen gibt es zahlreiche Veränderungen. Der Durchmesser des Gehäuses wird von 37 Millimeter auf 40 Millimeter vergrößert und das Plexiglas wird durch robustes Saphirglas ersetzt. Zudem ist diese Daytona nur noch mit den verschraubbaren Drückern erhältlich. Doch die größte Neuerung: Die bisher mit Handaufzug betriebene Daytona wird von nun an mit einem Automatikkaliber ausgestattet. Dieses basiert auf dem berühmten Zenith El Primero Kaliber, das auch heute noch zu den besten Chronographenwerken zählt.

Rolex verändert das Kaliber, bis es den Anforderungen der neuen Daytona optimal entspricht und tauscht mehr als 50 Prozent der Komponenten aus. Das Ergebnis ist Kaliber 4030, das erste automatische Rolex-Chronographenkaliber. Nachdem das Uhrwerk mit dem offiziellen Chronometerzertifikat ausgezeichnet wird, erscheint auf den neuen Versionen des Modells auch der Schriftzug „Superlative Chronometer Officially Certified“. Die neue Daytona Ref. 16520 wird zu einem riesigen Erfolg. Die eingeschränkte Lieferung des Zenith Uhrwerks hat bei Rolex eine Limitierung der Serie zur Folge. Doch genau das macht dieses Modell zum heißbegehrten Kultobjekt.

Ein Hochleistungsuhrwerk für die Daytona – Das Kaliber 4130

Zum Milleniumwechel im Jahr 2000 bringt Rolex eine komplett neu überarbeitete Version auf den Markt, die Daytona Ref. 116520. Äußerlich ändert sich nicht viel zu dem Modell von 1988. Die Innovation der neuen Serie macht sich hauptsächlich im Gehäuse bemerkbar: Es verfügt über ein voll integriertes, automatisches Chronographenwerk – Kaliber 4130.

Dieses Kaliber ist eigens für die neue Daytona entwickelt worden und wird komplett von Rolex gefertigt. Mit diesem Kaliber gelingt dem Uhrenunternehmen ein Hochleistungsuhrwerk mit neuartigen, technischen Lösungen. Das Kaliber ist nicht nur äußerst robust, zuverlässig und effizient, sondern auch außergewöhnlich komfortabel in der Wartung. Ein wahres Meisterwerk.

Die Daytona wird mit Platin veredelt

2013 setzt Rolex auf die Veredelung der Daytona und bringt das erste Modell auf den Markt, das aus dem noblen Edelmetall Platin gefertigt ist. Das Zifferblatt ist eigens für dieses Modell entworfen und besticht durch seine eisblaue Farbe. Dieses besondere Zifferblatt ist ausschließlich Rolex Uhren aus Platin vorbehalten. Darüber hinaus ist das Modell mit einer Cerachrom-Monoblock-Lünette ausgestattet. Diese ist nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern auch eine ästhetische Augenweide.

Die Rolex Daytona ist ohne Zweifel eine der größten Ikonen der Uhrenwelt und der Inbegriff eines zeitlosen Klassikers.

Entdecken Sie die neue Rolex Daytona hier:

Chrono24 Magazin: Neue Rolex Cosmograph Daytona 2016

Neue Rolex Daytona

Neue Rolex Daytona mit Keramiklünette, Bild: © Bert Buijsrogge

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