EinloggenEinloggen
687 Uhren für "

Rolex Milgauss

"
Marke
Modell
Preis
Durchmesser
Jahr
Standort
Mehr
Ihre Auswahl

Ihre Auswahl

Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Ihre Auswahl

Ihre Suche ergab leider keine Treffer
Allgemeine Angaben
Art der Uhr
Referenz
Mehr...
Neu/Gebraucht
Verfügbarkeit
Geschlecht
Zustand
Mehr...
Lieferumfang
Eigenschaften & Funktionen
Aufzug
Material Gehäuse
Zifferblatt
Mehr...
Glas
Funktionen
Mehr...
Höhe
Mehr...
Material Lünette
Zahlen Zifferblatt
Wasserdicht
Sonstiges
Mehr...
Armband
Material Armband
Stegbreite
Farbe Armband
Mehr...
Material Schließe
Abbrechen

Sortieren nach

Rolex Milgauss Rolex Milgauss
CHF 6'750

Uhr mit hoher Anziehungskraft: die Milgauss

Rolex MilgaussRolex hat die Milgauss entwickelt, um starken Magnetfeldern zu widerstehen. Doch dank des zurückhaltenden Designs mit blitzförmigem Sekundenzeiger in Orange als Blickfang spricht die funktionelle Uhr nicht nur Kernforscher und Starkstromtechniker an.

Das Besondere an der Milgauss ist der Schutz gegen Magnetismus durch eine besondere Unruhspirale und eine Metallummantelung des Uhrwerks. Ihre Premiere erlebt die Uhr bereits im Jahr 1956 unter der Referenznummer 6541. Diese Modelle sind heute extrem rar und werden zu hohen Preisen gehandelt. Zur Zielgruppe der Milgauss gehörten damals vor allem Wissenschaftler und andere Fachkräfte, die im Beruf starken Magnetfeldern ausgesetzt waren. Hierzu musste Rolex keine weiten Wege gehen: Das Kernforschungszentrum CERN, wo solche Bedingungen herrschen, nahm 1957 den Betrieb auf und befindet sich in Genf. Dort hat auch Rolex seinen Firmensitz. Eine Einheit für die Stärke von Magnetfeldern – genauer für die magnetische Flussdichte – ist nach dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß benannt. Die erste Milgauss war für eine Stärke von 1000 Gauß ausgelegt und verdankt dieser Eigenschaft ihren Namen. Die Produktion des Modells wurde 1988 vorübergehend eingestellt, 2007 aber wieder aufgenommen.

Top 5 Highlights der Rolex Milgauss

  • Magnetfeldschutz durch Abschirmung und amagnetische Spirale
  • Markanter Sekundenzeiger in Form eines Blitzes
  • 904L-Edelstahlgehäuse mit 40 mm Durchmesser
  • Automatik-Manufakturwerk mit Chronometer-Zertifikat
  • Wasserdicht bis 100 m (10 bar)

Kaufberatung zur Rolex Milgauss

Sie suchen eine Rolex mit dem gewissen Extra? Die Milgauss ist eine sportliche, schlichte Uhr aus Edelstahl, die nicht jeder hat. Ihr Innenleben dürfte vor allem Technikfans interessieren, denn ihre Magnetfeld-Abschirmung aus Weicheisen macht die Uhr zu einem ungewöhnlichen Zeitmesser. Mit dem zurückhaltenden, zeitlosen Design, der mittleren Gehäusegröße von 40 mm und der Qualität von Rolex kann die Milgauss auch Sie überzeugen, wie bereits viele Uhrenliebhaber vor Ihnen.

Bei den Zifferblättern können sie zwischen Weiß, Schwarz und Blau wählen. Alle neueren Milgauss-Modelle besitzen den charakteristischen orangefarbenen Sekundenzeiger in Blitzform.

Für eine ungetragene Milgauss sollten sie rund 6500 EUR bereithalten. Gebrauchte Milgauss müssen allerdings nicht unbedingt erschwinglicher sein, im Gegenteil. Für gut erhaltene Exemplare mit der Referenznummer 1019 aus den 1960er-Jahren werden rund 20.000 EUR verlangt. Diese Preisentwicklung zeigt aber auch, dass neuere Milgauss eine gute Investition in die Zukunft sein können.

Kauftipps zur Rolex Milgauss

  • Rund 6500 EUR für ungetragene Modelle mit der Referenznummer 116400GV
  • Fünfstellige Preise für seltene Vintage-Uhren mit den Referenznummern 1019 und 6541
  • Vintage-Exemplare auch mit geradem Sekundenzeiger (ohne Blitzform)
  • Erhebliche Wertsteigerung bei neueren Modellen ist zu erwarten

Armbanduhren: Gangabweichungen durch Magnetismus

Magnetfelder stellen für die Ganggenauigkeit von Armbanduhren eine erhebliche Gefahr dar. Vor allem die Unruhspirale ist anfällig für Abweichungen. Dies gilt nicht nur für ein bestimmtes Arbeitsumfeld, sondern auch für den Alltagsgebrauch. Der deutsche Uhrenhersteller Sinn untersuchte rund 1.000 Uhren im Rahmen seines Kundendienstes und stellte dabei fest, dass nahezu 60 Prozent der Uhren magnetisiert waren. Wiederum die Hälfte von diesen wies starke Magnetfeldfehler auf. Lautsprecher und Türschließer enthalten starke Magnete und kommen als Ursache in Frage. Gleiches gilt für Elektromotoren, weshalb das Problem auch bei Lokomotiven und Straßenbahnen besteht.

Amagnetische Unruhspirale und abschirmender Metallmantel

Rolex MilgaussZu den wichtigsten Gegenmaßnahmen von Rolex in den modernen Varianten der Milgauss gehört die Unruhspirale aus Parachrom. Der Hersteller stellte sie im Jahr 2005 nach fünfjähriger Entwicklungszeit vor. Die blaue Spirale ist aus einer Niob-Zirkonium-Legierung mit Oxidschicht gefertigt, die von Magnetfeldern nicht beeinflusst wird. Ein anderes Mittel gegen Magnetismus ist ein Metallmantel, der das Uhrwerk möglichst vollständig umgibt und abschirmt, nach dem Prinzip des Faradayschen Käfigs. Auf diese klassische Maßnahme setzt Rolex ergänzend. Zu diesem Zweck wird der Mantel aus einer Legierung gefertigt, deren Zusammensetzung Rolex geheim hält. Andere Hersteller verwenden hierzu Weicheisen. Das antimagnetische Innengehäuse der Milgauss besteht aus einer Ober- und Unterhälfte, die der Uhrmacher miteinander verschraubt, nachdem er das Werk eingelegt hat. Lediglich für die Wellen von Zeigern und Krone sind Öffnungen vorhanden.

Die Deutsche Industrie-Norm DIN 8309 schreibt vor, dass eine unmagnetische Uhr nur 30 Sekunden täglich vor- oder nachgehen darf, nachdem sie einem Magnetfeld von 60 Gauß ausgesetzt war. Mit ihren 1000 Gauß übertrifft die Rolex-Spezialuhr die Anforderungen der Norm bei weitem. Auch ihre Ganggenauigkeit ist deutlich höher als von der DIN 8309 verlangt, sie beträgt nur -2 oder +2 Sekunden pro Tag. Die Milgauss ist wegen ihrer geringen Abweichung von der Schweizer Kontrollstelle für Chronometer (COSC) zertifiziert.

Automatisches Manufakturkaliber

Für den gleichmäßigen Antrieb der Zeiger ist das Manufakturkaliber 3131 zuständig. Das Automatikkaliber besitzt eine Gangreserve von 48 Stunden und tickt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz). Das 3131 erschien zusammen mit der wiederaufgelegten Milgauss im Jahr 2007. Der zentrale Sekundenzeiger lässt sich stoppen, um die Uhr präzise stellen zu können, etwa in Übereinstimmung mit einem Zeitsignal. Eng verwandt mit dem 3131 ist das in der Taucheruhr Sea-Dweller eingesetzte Kaliber 3135 mit Datumsanzeige. Eine Datumsanzeige würde bei der Milgauss eine Lücke im abgekapselten Werk der Milgauss darstellen und die Abschirmung beeinträchtigen, daher wird bei ihr bewusst auf dieses Extra verzichtet.

Wasserdicht bis 100 m

Die Milgauss hat einen Durchmesser von 40 mm. Sie passt mit dieser Mittelgröße sowohl zu schmalen als auch zu stärkeren Handgelenken. Das Gehäuse besteht aus poliertem Edelstahl des Typs 904L. Als besondere Vorteile von 904L nennt Rolex die Zähigkeit und Beständigkeit dieses Materials gegen Korrosion. Den Kontakt mit Wasser muss die Milgauss auch in anderer Hinsicht nicht scheuen, denn sie ist wasserdicht bis zu einem Druck von 10 bar. Dies entspricht einer Wassertiefe von 100 m. Damit kann die Uhr auch beim Schwimmen und Schnorcheln getragen werden. Zur Unterwassertauglichkeit trägt die verschraubte Twinlock-Krone bei. Sie verfügt über ein doppeltes Dichtungssystem.

Eine polierte Lünette umgibt das grünliche Saphirglas. Die Lünette fasst das Zifferblatt ein, das wahlweise in Schwarz, Weiß oder Blau erhältlich ist. Bei weißem Zifferblatt sind die Stundenindexe in leuchtendem Orange gehalten. Auf dem schwarzen Zifferblatt sind nur die Indexe bei 3, 6 und Uhr orange, die übrigen weiß. Das blaue Zifferblatt zeigt durchgehend weiße Indizes. Auffälligstes Erkennungsmerkmal der Milgauss und immer in Orange ausgeführt ist der doppelt gezackte Sekundenzeiger. Er endet in einer pfeilartigen Spitze endet und erinnert an einen Blitz. Er ist der Hingucker bei dieser ansonsten recht zurückhaltend und neutral gestalteten Uhr.

Das dreireihige Armband der Milgauss ist, wie das Gehäuse, aus 904L-Edelstahl gefertigt. Es handelt sich um das sogenannte Oyster-Band, benannt nach dem gleichnamigen Modell Oyster Perpetual. Rolex setzt dieses Armband seit Ende der 1930er-Jahre für diverse Kollektionen ein. Die mittlere Gliederreihe ist poliert, die beiden äußeren Reihen sind matt gebürstet. Das Band kann über ein 5 mm langes Verlängerungsglied im Bereich der Faltschließe, bei Rolex Easylink genannt, ohne viel Aufwand an stärkere Handgelenke angepasst werden.

Andere Uhren mit speziellem Schutz gegen Magnetfelder

Das Thema Antimagnetismus haben auch andere Hersteller für sich entdeckt. Vor allem Omega hat auf diesem Gebiet hervorgetan, etwa mit der Aqua Terra >15.000 Gauss aus der Seamaster-Kollektion. Zusammen mit dem Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) rief Omega im Jahr 2014 sogar ein neues Gütesiegel ins Leben. Das METAS versieht demnach jede Uhr mit der Auszeichnung „Officially Certified“, die als eines von mehreren Prüfkriterien mit Magnetfeldern von 15.000 Gauß zurechtkommt. Wer bei IWC nach antimagnetischen Uhren sucht, wird beim Modell Ingenieur Automatic fündig, das dank Weicheisenmantel ebenfalls rund 1000 Gauß aushält. Bei Sinn ist die Modellreihe 756 bis zu diesem Wert abgeschirmt. Der Trend bei antimagnetischen Uhren geht mittlerweile in die Richtung, immer mehr nichtmagnetisches Material zu verwenden.

Vergleichbare Uhren von Omega, IWC und Sinn

Vom Spezialzeitmesser zur technischen Alltagsuhr

Die Rolex Milgauss ist ursprünglich in den 1950er-Jahren für eine kleine Gruppe von Spezialanwendern konzipiert worden. Heute handelt es sich um gefragte Vintage-Uhren, die aufgrund der damals geringen Stückzahlen selten und entsprechend teuer sind. Einen fünfstelligen Betrag sollte man für ein gut erhaltenes Exemplar aus jener Zeit bereithalten. Neuere Milgauss bewegen sich im vierstelligen Preisbereich. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Gangabweichungen durch Magnetfelder keine Ausnahme sind. Die Milgauss begegnet dem Problem wirksam mit ihrer nichtmagnetischen Parachrom-Spirale und einer Abschirmung des Werkes durch ein Innengehäuse. Mit ihrem Edelstahlgehäuse, ihrem dezenten Look und dem gezackten Sekundenzeiger empfiehlt sie sich jenen, die eine unauffällige und trotzdem außergewöhnliche Rolex suchen.