Ihre Uhr richtig pflegen

Wenn Sie Ihre Uhr verkaufen möchten, spielt ihr Zustand eine große Rolle: Je besser Ihre Uhr in Schuss ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie potenzielle Käufer finden und einen guten Verkaufspreis erzielen. Sie können die Lebenserwartung Ihrer Uhr deutlich verlängern, wenn Sie unsere Tipps beachten.

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Schützen Sie Ihre Uhr vor Erschütterungen

Es mag überflüssig klingen, aber lassen Sie Ihre Uhr beim Anlegen nicht fallen. Das passiert häufiger als man denken würde und sogar wesentlich häufiger, als Menschen üblicherweise zugeben würden. Ähnlich wie Wasser, können Erschütterungen Ihrer Uhr ernsthaften Schaden zufügen, der teure Reparaturen nach sich zieht. Eine Faltschließe ist eine sichere Alternative zu einer Dornschließe und deshalb eine gute Investition.

Machen Sie keinen Extremsport mit Ihrer Uhr! Ein Sturz aus einem Meter Höhe auf harten Boden kann eine Uhr bereits beschädigen, aber Sportarten wie Mountainbike- oder Skifahren erschüttern das Uhrwerk dauerhaft auf extreme Weise selbst ohne Sturz. Setzen Sie Ihre Uhr keinen hohen Temperaturen aus. Äußere Einflüsse beschleunigen den Alterungsprozess und die Funktion einer mechanischen Uhr.

Kennen Sie die Wasserdichtigkeit

Das Thema Wasserdichtigkeit ist aus verschiedenen Gründen mit Vorsicht zu genießen. Zum einen ist der Schaden, den eine Uhr erleiden kann, wenn Wasser ins Innere gelangt, sehr groß. Im schlimmsten Fall verrosten wichtige Teile des Uhrwerks. Die anschließende Reparatur ist dann sehr aufwendig und teuer. Zum anderen herrscht immer noch ein großes Missverständnis was "wasserdicht" bei einer Uhr überhaupt bedeutet.

In der Realität sollten Sie mit einer Uhr die als "wasserdicht bis 100 m" ausgezeichnet ist, NICHT 100 Meter tief tauchen. Die Angabe bedeutet nur, dass die Uhr unter Laborbedingungen dem Wasserdruck standhält, der bei 100 Meter herrscht. Bewegt man die Uhr z. B. unter Wasser durch Schwimmbewegungen, erhöht sich bereits der Druck. Mit einer "bis 100 m wasserdichten" Uhr kann man zwar schwimmen und schnorcheln, aber wenn man wirklich tauchen möchte, sollte eine Uhr mindestens eine Wasserdichtigkeit bis 200 Meter bzw. 20 bar besitzen.

Ein weiterer wichtiger Fakt ist, dass die Dichtigkeit, wie alle anderen technischen Eigenschaften, dem Alterungsprozess der Bauteile unterliegt. Je nach Trageverhalten, Hitze, Kälte und Erschütterungen kann die Wasserdichtigkeit kürzer oder länger gewährleistet sein.

Sie sollten deshalb Ihre Uhr regelmäßig, idealerweise jährlich, bei einem Uhrmacher auf Wasserdichtigkeit prüfen lassen.

Stellen Sie Ihre Uhr richtig ein

Uhren mit Datum oder anderen Kalender-Funktionen sollten Sie nicht zwischen 23 und 3 Uhr verstellen, da dabei der Mechanismus beschädigt werden kann. Der Schaltvorgang beginnt einige Zeit vor und dauert länger als 24 Uhr, bis er vollständig abgeschlossen ist.

Zur Sicherheit sollten Sie Ihre mechanische Uhr grundsätzlich mit statt gegen den Uhrzeigersinn stellen. Versuchen Sie auf keinen Fall das Datum rückwärts zu stellen. Die Datums- und Kalenderfunktionen der allermeisten Uhren sind so konstruiert worden, dass sie nur vorwärts geschaltet werden können.

Pflegen Sie Ihre Lederarmbänder

Leder ist ein natürliches Material, das durch Wasser, Seife und Schweiß strapaziert wird. Tragen Sie Ihre Uhr mit Lederband also nicht beim Schlafen, Duschen oder Schwimmen. Armbänder werden sehr stark von der individuellen Tragweise beeinflusst, aber bei täglichem Gebrauch halten sie üblicherweise ein Jahr und sollten dann auch aus hygienischen Gründen erneuert werden.

Vermeiden Sie Magnetfelder

Durch Computerbildschirme und andere elektronische Geräte sind wir täglich Magnetfeldern ausgesetzt. Stärkere Felder können Ihre Uhr magnetisieren und zu Gangabweichungen führen. Legen Sie Ihre Uhr deshalb beim Röntgen, am Flughafen-Check etc. ab und bewahren Sie sie nicht auf Lautsprechern oder ähnlichen Geräten auf.

Lassen Sie Ihre Uhr regelmäßig warten

Wenn Sie Ihre Uhr täglich tragen, ist sie 24 Stunden lang und 365 Tage im Einsatz. Sie besteht aus einer Vielzahl von kleinen, empfindlichen Teilen, die perfekt ineinandergreifen müssen und einen dementsprechenden Verschleiß haben. Um Problemen vorzubeugen, sollte regelmäßig alle 5 Jahre eine Revision von einem professionellen Uhrmacher durchgeführt werden.

Bewahren Sie Ihre Uhr richtig auf

Transportieren Sie Ihre Uhr nicht lose in einer Tasche, wo sie durch andere Gegenstände mit harten Kanten verkratzt oder erschüttert werden kann. Am besten eignet sich eine gepolsterte Box, die Ihre Uhr im Inneren fixiert. Vor allem Vintage-Uhren sind empfindlicher als moderne Zeitmesser mit Saphirglas etc. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Uhr nicht längere Zeit ungünstigen Bedingungen wie z. B. starker Sonneneinstrahlung oder einer sehr staubigen oder feuchten Umgebung aussetzen.

Wenn Sie Ihre Uhr verkaufen möchten, spielt ihr Zustand eine große Rolle: Je besser Ihre Uhr in Schuss ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie potenzielle Käufer finden und einen guten Verkaufspreis erzielen.

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