04/15/2024
 4 Minuten

45 Jahre Eleganz und Präzision: Die Piaget Polo 79 Jubiläumsedition

Von Barbara Korp
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Die Piaget Polo 79

45 Jahre Polo und 150 Jahre Piaget – diese beiden Ereignisse fallen 2024 zusammen. Kein Wunder, dass man sich entschlossen hat, dies gebührend zu feiern. Und wie ginge das besser als mit einer Neuauflage der ursprünglichen Polo – der Wiedergeburt einer Legende im klassischen Look und mit modernen Elementen? Ich liebe das Ergebnis – die neue Polo 79 – und freue mich darauf, meine Faszination für diese Uhr sowie die gesamte Polo-Linie mit Ihnen teilen zu können.

Die Geburt der Polo

Piaget stellt seit 1874 Uhren her und ist heute der Inbegriff für die Verbindung von höchster Präzision der Uhrmacherei sowie feinster Juwelierkunst. Piaget-Uhren werden aus Gold und Edelsteinen gefertigt – das Ergebnis sind Meisterwerke der Juwelier- und Uhrmacherkunst. Genau aus diesem Grund war Piaget lange Zeit attraktiv für Kundinnen und Kunden, die sich außergewöhnliche Schmuckuhren wünschten. Doch Anfang der 1980er-Jahre änderte sich der Lebensstil der Menschen und damit auch ihre Bedürfnisse. Sie lebten sportlicher und moderner und wollten eine Uhr, die dazu passte. Wasserdicht, stoßfest, aber immer noch ein Symbol für Stil und Eleganz.

Piaget antwortete auf diese Nachfrage mit der Piaget Polo. Bereits ihr Name verweist auf den Elitesport und passt damit zu den hohen Ansprüchen und dem gehobenen Lebensstil der Kunden.

Piaget feiert Jubiläum mit der Piaget 79. Fotocredit: Piaget.
Piaget feiert Jubiläum mit der Piaget 79. 

Die Piaget Polo aus dem Jahr 1979

Ganz in Gold – das ist zweifellos das auffälligste Merkmal der Polo. Damit stand sie im Kontrast zu den damals beliebten Sportuhren aus Edelstahl. Besonders beeindruckend war das Armband der Uhr. Es schmiegte sich perfekt an das Handgelenk und schien gleichzeitig aus einem einzigen Stück Gold zu bestehen – Komfort und Exklusivität verschmolzen.

Ein Blickfang ist das Armband aber auch wegen seiner Oberflächenveredelung. Polierte und gebürstete Glieder wechseln sich ab, und dieses Muster setzt sich über das Gehäuse bis zum Zifferblatt fort. So wird die Eleganz, aber auch die Extravaganz, die Piaget-Fans an dieser Marke so lieben, perfekt eingefangen. Zu dieser Extravaganz gehört auch der Verzicht auf eine Krone – die Möglichkeit, die Zeit einzustellen, ist auf der Rückseite des Gehäuses untergebracht und bleibt so den Blicken verborgen.

Damals wie heute ein Blickfang.
Damals wie heute ein Blickfang. Fotocredit: Piaget

Schon bei der ersten Polo standen die inneren Werte der Uhr ihrem Äußeren in nichts nach. Piaget war schon damals bekannt für den Bau ultraflacher mechanischer Uhrwerke und Quarzwerke. 1976 hatte Piaget das 7P-Werk auf den Markt gebracht, das damals flachste Quarzwerk der Welt mit einer Bauhöhe von nur 1,95 mm. Ebendieses Werk wurde in der ersten Polo eingebaut. Gerade weil die Verwendung dieses Uhrwerks den Bau eines sehr flachen Gehäuses ermöglichte, gelang es Piaget, dass sich das Gehäuse kaum vom Armband abhob und sich zusammen mit diesem perfekt an das Handgelenk anpasste.

Die Entwicklung der Piaget Polo

Aufgrund ihrer Beliebtheit erschien die Polo bald in unzähligen Varianten: rund oder eckig, mit Diamanten besetzt, in Bicolor-Gold und mit zahlreichen Komplikationen. Ja, es gab sogar eine Polo mit Lederarmband! Vor allem bei den Damen waren die eckigen bzw. quadratischen Polo-Modelle sehr beliebt, da das Armband und die Uhr eine tolle Symbiose bildeten.

Die Polo gibt es auch im quadratischen Gehäuse. Photo credits: Piaget
Die Polo gibt es auch im quadratischen Gehäuse. Fotocredit: Piaget

Um die Jahrtausendwende änderte sich das Erscheinungsbild der Polo deutlich – mit der Polo FortyFive wuchs sie nicht nur auf 45 mm Durchmesser, sondern wurde auch zu einer echten Sportuhr, die vor allem in der Edelstahlausführung – oder auch in der Luxusvariante in Titan – beliebt war. Besonders gefragt waren Modelle mit GMT-Funktion oder Flyback-Chronographen.

Piaget Polo FourtyFive Flyback Chronograph
Piaget Polo FourtyFive Flyback Chronograph

Die jüngste Ergänzung der Polo-Kollektion ist die Polo S, deren Durchmesser von 45 mm auf 42 mm reduziert wurde. Das Markenzeichen der Polo S ist zweifellos das kissenförmige Zifferblatt, das von einer runden Lünette umgeben ist. Damit ist sie eine klassische Sportuhr, die aber ebenso gut zum Anzug wie zum T-Shirt getragen werden kann.

Piaget Polo S
Piaget Polo S

Piaget Polo 79 – die Jubiläumsuhr im Jahr 2024

Als die Neuauflage der ursprünglichen Polo unter dem Namen Piaget Polo 79 auf den Markt kam, fragten sich natürlich alle Uhrenfans, ob Piaget den Spagat zwischen „das Erbe bewahren“ und „etwas Neues schaffen“ schaffen würde. Doch schon beim ersten Blick auf die Uhr war klar: Ja!

Die Piaget Polo 79 beinhaltet das hauseigene Automatikkaliber.
Die Piaget Polo 79 beinhaltet das hauseigene Automatikkaliber.

Diese Uhr verabschiedet sich vom Design der Polo S und greift die Quintessenz des Originals auf – sie ist eine goldene, ultraflache Uhr, die für sportliche Mitglieder des Jetsets geschaffen wurde. Angetrieben wird die Polo 79 von einem hauseigenen Automatikkaliber, das der aktuellen Vorliebe für Automatikwerke Tribut zollt. Um dieses Uhrwerk aufziehen zu können, entschied man sich bei der Piaget Polo 79 für eine seitliche Krone, da ein Aufziehen über die Rückseite zu umständlich gewesen wäre. Das ultraflache Werk ist auch durch einen Glasboden sichtbar – es ist viel zu schön, um es vor den Augen der Welt zu verstecken.

Fazit

Mit der Polo 79 lässt Piaget eine ganz neue Facette des Vintage-Trends aufleben und nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die 80er-Jahre. Sowohl ihre Geschichte als auch ihre perfekte Verarbeitung (was alle inneren und äußeren Werte betrifft) laden zum Träumen ein. Und eine Uhr, die diese Art von Eskapismus und die Wertschätzung des Exklusiven verkörpert, lässt das Herz eines jeden Uhrenliebhabers höherschlagen. Denn es gibt zwar viele elegante Sportuhren, aber nur eine sportlich-elegante Uhr: die Polo von Piaget.


Über den Autor

Barbara Korp

Als ich entdeckte, dass Uhren viel mehr als nur Schmuckstücke sind, war es um mich geschehen. Ich habe mich in die Schönheit ihrer Technik verliebt. Gleich darauf folgte jedoch eine Enttäuschung: Die meisten Modelle waren viel zu groß für mich. Doch ich gab nicht auf – und entwickelte dadurch ein spezielles Interessenfeld.

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