09/06/2021
 5 Minuten

Eishockeyspieler Peter Prusa und seine Rolex Submariner 16613

Von Chrono24
Rolex-Submariner-Story-Peter-Prusai-Magazin-1-2

Im März fragten wir Sie, warum Ihre erste Rolex auch Ihre persönliche Traumuhr ist. Im Rahmen unseres Gewinnspiels, das am 29.3.2021 endete, haben wir Sie gebeten, uns Ihre persönliche Rolex-Story zuzusenden. Den Anfang machte Eric aus Austin, Texas. Er erzählte uns die bewegende Familiengeschichte zu seiner Rolex Datejust. Helikopterpilot Edward aus Australien hatte eine spannende Story zu seiner Rolex GMT Master 2 auf Lager. David – ebenfalls aus Australien – hat es gar geschafft, seine Comic- und Lego-Sammlung in eine Rolex Milgauss zu verwandeln. Lesen Sie auch, wie Tito aus Atlanta es schaffte, seine Rolex Sea Dweller 1665 nach unfreiwilligem Verlust vom Boden des Lake Lanier zurückzuholen. Wie man es schafft, trotz geringem Budget mitten in der Corona-Pandemie an eine Rolex Oyster Perpetual zu kommen, erzählt uns der New Yorker Lehrer Artaud Charles. 

Lesen Sie heute, wie der ehemalige Eishockey-Profi Peter Prusa aus Berlin nach vielen Jahren und einigen Umwegen zu seiner Rolex Submariner 16613 in Bicolor kam.  

Die Geschichte zu meiner Rolex Submariner 16613

Zunächst einmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Peter Prusa, mein Leben verbringe ich zumeist in meiner Wahlheimat Berlin. Mit meinen nunmehr 77 Jahren konnte ich einiges von der Welt sehen und habe viele spannende Geschichten erlebt. Ein besonders ereignisreicher Abschnitt meines Lebens war meine Profikarriere als Eishockeyspieler für die Nationalmannschaft der Deutschen Demokratischen Republik. Als junger Profisportler bei Dynamo Berlin war ich in der privilegierten Position, zu den wichtigsten Sportereignissen der Welt reisen zu dürfen. Einer der Höhepunkte meiner Karriere waren die Olympischen Spiele 1968 in Grenoble, bei denen ich mit meiner Mannschaft gegen die besten Teams der Welt – darunter die UdSSR, die USA und Kanada – antreten durfte. Zwar gingen wir als Letzte aus dem Turnier, doch dabei sein war alles. Ein weiteres Highlight war die Eishockey-Weltmeisterschaft 1973 in Graz. Hier gelang es uns, als Nummer Eins der B-Gruppe noch vor den USA aus dem Turnier zu gehen. Die Amerikaner schlugen wir damals mit 4:6., was den Aufstieg für meine Mannschaft zur Folge hatte. Nach meiner aktiven Karriere als Spieler war ich noch einige Jahre als Schiedsrichter für die erste und zweite Bundesliga tätig. 

Als Bürger der DDR war es zwar relativ einfach, Ostblockländer zu bereisen. Der Gedanke, privat einmal in die USA oder Kanada reisen zu können, war jedoch utopisch. Diesen Wunsch konnte ich mir erst 1992 erfüllen, nachdem die Mauer gefallen war. Natürlich zog es mich in die USA, die damals noch als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten galten. New York war mein Ziel. Besonders faszinierten mich die Bronx, das Gewühle in der U-Bahn und natürlich die Freiheitsstatue, die ich von einem Schiff aus bestaunen konnte. 

Die neuen Reisemöglichkeiten waren für mich schon sehr fesselnd, doch es gab noch ein weiteres Feld, das mich begeisterte und bis heute reizt: die Welt der Luxusuhren. Anfang der 1990er war ich in der finanziellen Situation, mir meine erste wirklich hochwertige Luxusuhr leisten zu können. Ich legte meine alte Seiko ab und kaufte mir eine Rolex GMT-Master in Bicolor. Zwar war dieses Modell damals schon verhältnismäßig teuer, im Vergleich zu den heutigen Marktpreisen jedoch noch ein Schnäppchen. An dieser tollen Uhr hatte ich leider nicht lange Freunde, denn sie wurde mir in der Berliner S-Bahn vom Handgelenk gestohlen. Dummerweise hatte ich es dem Dieb sehr leicht gemacht, denn nach einer etwas längeren Party war ich einfach auf dem Sitz eingeschlafen. Natürlich war ich über den Diebstahl maßlos verärgert und konnte mir außerdem nicht einfach ein neues Exemplar leisten. 

Peters Prusas Submariner 16613 am Handgelenk
Peters Prusas Submariner 16613 am Handgelenk

Geld verbrennen und Wartelisten

Noch heute trauere ich der GMT-Master hinterher und habe mich bis vor kurzem mit Alternativen durchgeschlagen, von denen jedoch keine bei mir geblieben ist. Die hochwertigsten Modelle, die ich zwischenzeitlich trug, waren eine Omega Speedmaster Professional Moonwatch und noch bis vor kurzem eine Glashütte Senator Chronograph. Während die Moonwatch in rein finanzieller Hinsicht nicht weiter weh tat, entpuppte sich die Senator als völliger Flop. Wenn Sie binnen 12 Monaten rund 50 % Ihres Kapitals verbrennen möchten, rate ich dazu, diese Uhr beim Konzessionär zu kaufen. Meine Lehre daraus ist: Kaufe nie eine Uhr zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, wenn du dir nicht 150 % sicher bist, ob du sie bis in alle Ewigkeit tragen wirst. 

Durch dieses ärgerliche Ereignis wurde mir klar, dass die nächste Uhr nach fast 30 Jahren wieder eine Rolex sein muss. Ich hatte allerdings noch keine Ahnung, welches Modell es sein soll oder woher ich die neue Uhr überhaupt beziehen kann. Eine GMT-Master hatte ich früh kategorisch ausgeschlossen, da ich nicht ständig an meine gestohlene Uhr erinnert werden wollte. Mein erster Weg führte mich also zu Rolex-Händlern in Berlin. Dort erkundigte ich mich – naiv wie ich zu diesem Zeitpunkt noch war – nach der Verfügbarkeit von Stahlmodellen der Submariner. Natürlich erntete ich nur mitleidige Blicke, ein mildes Lächeln und den Verweis auf möglicherweise sehr lange Wartezeiten von bis zu mehreren Jahren. Damit war das Projekt einer neuen Rolex vom Konzessionär für mich gestorben. 

Peter Prusa: in den 1960er- und 70er-Jahren erfolgreicher Eishockey-Nationalspieler der DDR.
Peter Prusa: in den 1960er- und 70er-Jahren erfolgreicher Eishockey-Nationalspieler der DDR.

Fündig dank der Chrono24 Kaufberatung

Jetzt bemühte ich das Internet und stieß zum ersten Mal auf Chrono24. Nach längerem Abwägen und zahlreichen Online-Recherchen entschied ich mich dazu, wieder eine Rolex in Bicolor tragen zu wollen. Meine Wahl fiel auf eine Submariner Bicolor mit blauem Zifferblatt. Nun bin ich doch recht unerfahren im Onlinekauf von Luxusartikeln, die einige Tausend Euro kosten und so meldete ich mich zunächst einmal bei Chrono24 an, um den Kaufberatungsservice in Anspruch zu nehmen. 

Ich erreichte dort den Premiumkaufberater Sebastià W., dem ich meinen bereits recht konkreten Wunsch schilderte. Der kompetente Kaufberater wusste sofort, dass es sich um die Referenz 16613 handelte, die zwischen 2000 und 2009 gebaut wurde. Ich erklärte Sebastià W., dass ich die Submariner als Alltagsuhr tragen wolle. Wichtig war mir außerdem, dass die Uhr zwar gebraucht sein darf, jedoch in einem ausgezeichneten Zustand sein soll. Box und Papiere waren mir ebenfalls wichtig. Der Kaufberater hatte binnen weniger Minuten gleich vier Angebote für mich herausgesucht. Über die Angebots-ID konnte ich mir mit ihm zusammen jede einzelne Offerte ansehen. Völlig neu war für mich, dass es die 16613 – je nach Baujahr – mit zwei verschiedenen Zifferblättern (matt oder Sonnenschliff) und mit durchbohrten Bandanstößen gibt. Während ein Blatt mit Sonnenschliff für mich zur Bedingung wurde, war es mir eigentlich egal, ob die Anstöße durchbohrt sind oder nicht. Auch das Thema Politur kam zur Sprache und so erfuhr ich von Sebastià W. so einiges darüber, was hier zu beachten ist. Zusammen nahmen wir also Uhr für Uhr unter die virtuelle Lupe. 

Ich erreichte dort den Premiumkaufberater Sebastià W., dem ich meinen bereits recht konkreten Wunsch schilderte. Der kompetente Kaufberater wusste sofort, dass es sich um die Referenz 16613 handelte, die zwischen 2000 und 2009 gebaut wurde. Ich erklärte Sebastià W., dass ich die Submariner als Alltagsuhr tragen wolle. Wichtig war mir außerdem, dass die Uhr zwar gebraucht sein darf, jedoch in einem ausgezeichneten Zustand sein soll. Box und Papiere waren mir ebenfalls wichtig. Der Kaufberater hatte binnen weniger Minuten gleich vier Angebote für mich herausgesucht. Über die Angebots-ID konnte ich mir mit ihm zusammen jede einzelne Offerte ansehen. Völlig neu war für mich, dass es die 16613 – je nach Baujahr – mit zwei verschiedenen Zifferblättern (matt oder Sonnenschliff) und mit durchbohrten Bandanstößen gibt. Während ein Blatt mit Sonnenschliff für mich zur Bedingung wurde, war es mir eigentlich egal, ob die Anstöße durchbohrt sind oder nicht. Auch das Thema Politur kam zur Sprache und so erfuhr ich von Sebastià W. so einiges darüber, was hier zu beachten ist. Zusammen nahmen wir also Uhr für Uhr unter die virtuelle Lupe. 

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