Geschichte einer Legende – Die Rolex Submariner

Jorg Weppelink
13.09.2018
Geschichte einer Legende - Die Rolex Submariner
Rolex Submariner

 

Das Schöne an Uhren ist, dass sie zum Teil über Generationen nichts an ihrer Beliebtheit verlieren. Neben ihrer technischen Perfektion sind es oft die besonderen Geschichten, die sie erzählen, die sie so bedeutsam machen. Geschichten von großen Leistungen für die man sich belohnt. Die Geschichte einer Familie und vom Leben Einzelner. Bei der Vielzahl an Uhren auf dem Markt sind es dabei einige wenige, die einen regelrechten Legendenstatus erreichen. In dieser Serie widmen wir uns den berühmtesten Modellen und schauen sie uns ganz genau an. Wir beginnen dabei mit der wahrscheinlich bekanntesten Uhr von allen: der Rolex Submariner.

Die Rolex Submariner ist eine der beliebtesten Luxusuhren überhaupt. Die Rolex Sportuhr wurde in den 1950ern vorgestellt und schreibt seitdem unentwegt an ihrer Erfolgsgeschichte. Und dieser Erfolg hat verschiedene Gründe. So hat sie sich in den vergangenen sechzig Jahren als sehr leistungsfähige Taucheruhr bewiesen. Aber auch die clevere Marketingstrategie, die Submariner als Uhr von James Bond in vielen Filmen zu platzieren, hat einiges zu ihrer Bekanntheit beigetragen. Und vielleicht am wichtigsten: Das Modell eignet sich durch ihr zeitloses und elegantes Design perfekt als Dress Watch. Mit dieser Uhr beweist man Stil und Klasse und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Die Submariner ist mehr als eine Uhr: sie ist ein Symbol für Luxus und Prestige.

 

Wie alles anfing

Wie bei vielen legendären Uhren, begann auch die Geschichte der Submariner mit einer ganz praktischen Frage. Anfang der 1950er stieß der Rolex CEO und Hobbytaucher Rene P. Jeanneret die Entwicklung einer Taucheruhr an, die sich gleichermaßen als elegante Uhr für den Alltag eignet. Im Jahr 1953 war es dann soweit, und die Uhr war bereit für erste Tests. Im selben Jahr planten August Piccard und sein Sohn Jacques einen Weltrekord im Tauchen. Sie gingen mit ihrer Tiefseetauchkapsel in eine zuvor unvorstellbare Rekordtiefe von 3.131,8 m. An der Außenwand der Kapsel wurde eine speziell für dieses Abenteuer konstruierte Rolex befestigt. Beim Wiederauftauchen funktionierte sie noch immer einwandfrei. Es war der Beginn einer legendären Geschichte.

 

 

Die offizielle Vorstellung

Im Jahr 1954 stellte Rolex dann auf der Baseler Uhrenmesse zwei Submariner vor. Die beiden Modelle mit den Referenzen 6204 und 6205 waren die ersten Uhren überhaupt mit einer Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern. Ein Jahr später erschien eine dritte Version, die Referenz 6200, von einigen als Rolex‘ „Heiliger Gral“ bezeichnet. Auch wenn sie später herauskam als die 6204, so deuteten doch Referenznummer und das ältere Werk darauf hin, dass sie bereits vorher produziert wurde.

Die Referenz 6200 ist wasserdicht bis 200 m Tiefe. Sie ist ein wenig größer, hat ein dickeres Gehäuse und eine größere Krone als die anderen beiden Versionen. Weiterer Unterschied ist das Zifferblatt im „3-6-9“ Explorer-Style. Und es war die erste dieser Art Uhren, die das Wort „Submariner“ auf dem Zifferblatt hat, als sie 1954 vorgestellt wurde. Auch hatten die anderen Referenzen noch keinen Flankenschutz. Der Grund für die Reihenfolge der Referenzen lag darin, dass Rolex Gründer Hans Wilsdorf annahm, dass der Markt noch nicht bereit war für die dickere Referenz 6200 und sie daher erst nach den anderen beiden Versionen veröffentlichte.

 

Das Perfektionieren der Submariner

In den Jahren nach der Veröffentlichung der Submariner befand man bei Rolex, dass die Uhr noch ein Stück weiter verbessert werden könnte. Es erschienen weitere, überarbeitete Versionen der Uhr. Die größte Weiterentwicklung gelang mit der Entwicklung des Chronometer-zertifizierten und revolutionären Rolex Kaliber 1030, das in den Referenzen 6538 und 6536 verbaut wurde. Ein Meilenstein in der Geschichte dieser Uhr war außerdem ihr Auftritt in „James Bond – Dr. No“, der maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der 6538 beteiligt war.

 

 

Das erste größere Design-Update kam dann mit der Veröffentlichung der Referenzen 5512 und 5513. Beide wurden, auch für Rolex Verhältnisse, relativ lange produziert. Die 5512 wurde von 1958 bis 1978 hergestellt, die 5513 von 1962 bis 1989. Die größten Veränderungen im Design betrafen das Gehäuse, das von 36 mm auf 40 mm vergrößert wurde, der Flankenschutz und die Wörter „Superlative Chronometer, Officially Certified“ auf dem Zifferblatt. Außerdem waren die weiterentwickelten Werke 1520 und 1530 ein gutes Stück leistungsfähiger als ihre Vorgänger.

 

Die Einführung der Vergrößerungslupe

 

Im Jahr 1966 erhielt die Submariner ein weiteres neues und bedeutendes Feature. Die Referenz 1680 erschien mit einem Datumsfenster aus Plexiglas und der heute berühmten Lupe, die die Datumsanzeige vergrößert. Damals umstritten, ist diese Besonderheit mittlerweile eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale vieler Submariner Uhren. Die 1680 wurde mit dem neuen und verbesserten Rolex Kaliber 1575 betrieben und hatte bis 1973 eine rote Inschrift auf dem Zifferblatt. Unter Sammlern sind die Uhren mit dieser farbigen Besonderheit besonders beliebt und gesucht.

 

Von Stahl zu Gold

 

Bis in Jahr 1969 war die Rolex Submariner ausschließlich in Stahl erhältlich. Schon damals hatte sie ihren besonderen Status erreicht und war extrem beliebt. Für Rolex Grund genug, noch einen drauf zu legen und die erste Submariner Version aus Gold vorzustellen. Bereits einige Jahre zuvor war eine Weißgold Version der 1680 in Planung und einige Prototypen produziert worden. In Serie gingen diese Uhren aber nie. Stattdessen entwickelte Rolex eine Geldgold Version mit blauem Zifferblatt und blauer Lünette. Die Referenz 16618 wurde 1969 vorgestellt und war eine auffällige und wichtige Erweiterung der Submariner Serie. Ein wirklich kostspieliger Luxus in Form von einer Uhr aus Edelmetall war etwas Neues in dieser Kollektion. Außerdem war es die erste Submariner, deren Zifferblatt und Lünette in anderen Farben gestaltet waren.

 

Moderne Zeiten, moderne Materialien

 

Es dauerte dann bis in die späten 1970er Jahre, bis Rolex größere Veränderungen an der sehr erfolgreichen Submariner und ihren überlegenen technischen Eigenschaften vornahm. Im Jahr 1979 wurde die Referenz 16800 vorgestellt. Sie hatte ein Saphirglas und eine verbesserte Wasserdichtigkeit von bis zu 300 Metern. Rolex legte 1981 nochmals nach und stellte die noch weiter verbesserte Referenz 16800 und eine neue Referenz 16618 vor. Beide Uhren wurden mit einer einseitig drehbaren Lünette und dem Rolex Kaliber 3085 ausgestattet. Im Jahr 1983 kam außerdem eine Submariner aus Rolesor auf den Markt (Referenz 16613). Rolesor ist Rolex‘ Bezeichnung für zweifarbige Modelle aus Gold und Stahl. Fünf Jahre später stellte Rolex das Kaliber 3135 vor, das die Referenz 16610 antrieb. Jede dieser Veränderungen stehen für Rolex‘ Ehrgeiz, innovative Technik zu entwickeln und einen Klassiker weiter zu verbessern, ohne dabei ein bewährtes und beliebtes Design komplett zu erneuern.

 

Das 50. Jubiläum der Rolex Submariner

 

Im Jahr 2003 stellte Rolex dann zum 50. Jubiläum der Serie eine neue Stahl-Version der Submariner mit grüner Lünette vor. Hingegen der Erwartungen, war die Referenz 16620LV keine limitierte Sonderedition zum Jubiläum, sie ging ganz regulär in Serienproduktion. Die neue Farbgebung wurde sehr gefeiert, das Modelle wurde schnell ein weiterer Meilenstein der legendären Submariner Kollektion.

 

Die Rolex Submariner heute

Die aktuelle Version der Submariner Date wurde erstmals 2009 vorgestellt. Rolex stattete sie mit einer Keramiklünette aus, sowie mit dicken Gehäuseösen und einem neuen Armband. Ursprünglich waren diese Features nur an der Rolesor Version zu finden (Referenz 116619). Schnell wurden sie dann aber 2010 auch in der Weißgold Version mit Zifferblatt und Lünette in blau (Referenz 116619) und in den Stahl Versionen in grün und schwarz (Referenz 116610LN/LV) verbaut. Im Jahr 2012 folgte dann die entsprechende Überarbeitung bei der Submariner No Date.

 

 

Womit wir hier und heute angekommen wären. Im Design wurden über die vergangenen Jahrzehnte nur minimale Änderungen vorgenommen. Vielleicht der Hauptgrund für das Ansehen, das die Uhr heute genießt, mehr noch als alle technischen Neuerungen. Ganz egal aus welcher Generation ein Modell stammt, eine Submariner ist immer klar zu als eine solche zu erkennen. Es ist wohl die Formel des Erfolgs dieser Uhr: im Design ist man sich hier immer treu geblieben, die Arbeit an technischen Verbesserungen ging dabei aber stets weiter. Dies hat die Submariner zu einer Uhr gemacht, die heue so gut wie jeder kennt und deren Beliebtheit weiter steigt.

 

Was als elegante Taucheruhr begonnen hat, ist über die Jahre zu einer weltweit begehrten Luxusuhr geworden. Eine Rolex Submariner können Sie zu eigentlich jedem Anlass tragen. Beim Tauchurlaub oder zu einem festlichen Abendessen. Bleibt Ihnen nur noch auszuwählen, welche Version Ihnen am besten gefällt und wie viel Sie für Ihre Submariner ausgeben möchten. Ganz sicher haben Sie dann jedenfalls eine Uhr mit einer einzigartig großen Geschichte.

 

Lesen Sie mehr:

Neues von Rolex auf der Baselworld 2018

James Bond Uhren – Rolex, Omega und andere Marken

Taucheruhren außerhalb des Wassers


Jorg Weppelink
Von Jorg Weppelink
13.09.2018
Alle Beiträge ansehen

Highlights

Sie haben Fragen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

+1 646-887-3560

Kontakt