Legendäre Uhrenmarken – Hublot

Chrono24
20.05.2015
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Hublot King Power
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20.05.2015

Es ist sicherlich nicht vermessen zu behaupten und soll hier keinen Uhrenfreund verprellen, dass eine Marke, die ihre Uhrenmodelle gerne Big Bang oder King Power tauft, Partner der Formel 1 und des FC Bayern München ist und deren Fans Kobe Bryant und Jay Z heißen, nicht unbedingt die passenden Uhren für Leisetreter und graue Mäuse baut. Wer Hublot trägt, schöpft aus dem Vollen, weiß, dass wir alle nur einmal leben und will seine überschäumende Energie auch sichtbar auf der Straße zeigen. So wie das charismatische Marketing-Genie Jean-Claude Biver, CEO von Hublot seit 2004 bis zur Weitergabe des Staffelstabes an seinen langjährigen Weggefährten Ricardo Guadalupe im Jahr 2012. Biver schob das Unternehmen vom ruhigen Rand der Uhrenwelt zurück auf die Bühne – dahin, wo es bis heute steht. Im Rampenlicht der Branche, als ein rasant aufgehender Stern, der zur Zeit des größten Wachstums pro Jahr zwanzig eigene Boutiquen rund um den Erdball eröffnete. Damals wie heute zählt Hublot zu den Top-Uhrenmarken international.

Wer es wie der untrennbar mit der Marke verbundene, legendäre ehemalige CEO von der Hippie-Vierer-WG im Studium bis zum viersitzigen Phenom Privatjet von Embraer geschafft hat und das auch zeigen und mit anderen teilen will, der wird sich ausgesprochen zuhause fühlen, wenn er in einer Hublot-Boutique durch die Tür kommt. Dass man im Hause Hublot nicht nur dem lustbetonten Hedonismus frönt, sondern auch ein Bewusstsein dafür hat, dass nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zeigen karitative Ideen, um die Hublot sich ebenfalls kümmert. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 beispielsweise stellte Jean-Claude Biver die Werbeflächen von Hublot der Anti-Rassismus-Kampagne Unite Against Racism zur Verfügung.

I got 99 Problems, but this watch ain’t one

Hublot Big Bang

Hublot Big Bang Chrono Black Magic

Dass Biver mit seiner größten Erfolgsgeschichte – Hublot – nicht zu den Tiefstaplern gehört, wird unmittelbar deutlich, wenn er im Gespräch erwähnt, wen er sich noch als Markenbotschafter neben Playern wie Jay Z, Supermodels wie Bar Refaeli und ausgewiesenen Goldkehlen wie James Blunt vorstellen könnte. Dann antwortet Jean-Claude Biver schon mal: „Gott“. Nun, spätestens damit sollte klar sein, wo Hublot zu verorten ist. Oben – und zwar ganz oben, sprich: über den Wolken, wo die Freiheit noch grenzenlos ist.

Dass mit Biver und Hublot zusammen kam, was zusammen gehört, stellt man schon fest, wenn man bemerkt, dass sowohl sein Privatjet als auch seine Lieblingsuhren aus einem der innovativsten Materialien aller Zeiten bestehen: Kohlefaser. Apropos Material: Schon die Architektur der Uhren, ihr Aufbau und das verwendete Material sorgen dafür, dass man es hier mit ausgesprochenen Hinguckern zu tun hat. Wo andere Uhren eine zarte Lünette tragen, sitzt bei Hublot das emblematische Bullauge. Statt üblicher Stahl- und Lederbänder begeistert Hublot mit sportlichen Kautschukbändern, die angenehm zu tragen, ausgesprochen widerstandsfähig sind und optisch sehr gut zu den massiven Uhren passen. Als Hublot in den achtziger Jahren als erster Uhrenhersteller Armbänder aus diesem Material einführte, gab es die üblichen Bedenkenträger, die jede große Errungenschaft begleiten. Heute sind die weichen und langlebigen Kautschukbänder aus der Welt der gehobenen Sportuhren nicht mehr wegzudenken. Kautschuk trotzt auch dem salzigsten Meerwasser und ist von daher die erste Wahl bei Segelsportlern. Außerdem wird es bei Hublot sogar in reizvollen Kombinationen mit anderen Materialen wie Kalbs- und Alligatorenleder, sowie feuerfestem NOMEX-Gewebe oder sogar Jeansstoff verwendet. Die Lust auf neue und einzigartige Materialkombinationen gehört zu Hublot wie das Bullauge als Ursprung des ikonischen Designs. Nichts ist vor der Innovationslust von Jean-Claude Biver und seinem Kreativteam bei Hublot sicher.

Die Marke pflegt eine überschaubare Anzahl von Modellen mit großem Wiedererkennungswert, allen voran der Urknall der Marke und die Initialzündung für den kometenhaften Aufstieg von Hublot: Die 2005 eingeführte Big Bang. Sie ist das bekannteste Flaggschiff aus der Schweizer Manufaktur und der Geniestreich von Jean-Claude Biver, der sich als Produktmanager und Marketing-Mann mit diesem Modell in der Uhrenwelt unsterblich machte. Man darf nicht vergessen: Es gab Hublot schon vor Biver. Bloß hatte das schon länger niemanden mehr interessiert, die Verkäufe ebbten weiter ab. Ohne Biver wäre man eventuell schon auf Grund gelaufen.

Hublot „Solo“ mit fliegendem Tourbillon

Hublot „Solo“ mit fliegendem Tourbillon, Bild: Auctionata

Hublot State of Mind

Der Gründer von Hublot – Carlo Crocco – schraubte seit 1975 an seiner Uhrenmanufaktur und nannte die Uhren damals noch „Marie-Daniel-Montre“ – MDM – nach dem Namen seiner Frau. Die Designgrundlagen, die bis heute unverwechselbar für Hublot stehen, hatte er damals schon entwickelt. Sowohl mit den Kautschukbändern als auch mit dem Element des Bullauges arbeitete Crocco schon seit Ende der siebziger Jahre. Als er 1980 dann mit seiner Entwicklung erstmalig auf der Basler Uhrenmesse – der heutigen „Baselworld“ – auftrat, hatte er das Unternehmen dem charakteristischen Look seiner Uhren nach „Hublot“, gleich Bullauge auf Französisch, getauft. Doch bis Uhrenenthusiast Biver und seine wegweisenden Ideen im Jahre 2004 bei Hublot an Bord gingen, war es sehr ruhig um die Marke geworden. Sie konnte schon lange nicht mehr begeistern, barg jedoch großes Potential in sich, welches Biver auch erkannte.

Mit dem neu entwickelten Modell Big Bang kam dann 2005 die drastische Kehrtwende und seitdem geht es mit den Verkaufszahlen durchs Dach. Wenn man nach Nyon in der Nähe von Genf fährt und das Hublot Headquarter besucht, kann man die Energie fast mit Händen greifen. Die Luft knistert beinahe vor Elektrizität, wo die umtriebige Mannschaft mit Hochdruck an den vielen Limited Editions und neuen Auflagen des typischen Hublot-Designs arbeiten. Und mittendrin war bis vor kurzem noch jeden Tag Biver unterwegs, der seine Magie in alle Winkeln des Unternehmens verteilte – wenn er nicht mit dem Privatjet zu wichtigen Events und Boutique-Eröffnungen düste.

Hublot Big Bang

Hublot Big Bang

Wir müssen den Sammlern und Uhrenfreunden immer neue Gründe liefern, sich eine weitere Hublot zuzulegen oder wenigstens mit dem Gedanken zu spielen. Unser Design ist so klar und ikonisch, wenn wir keine Varianten und Special Editions liefern, dann wird es für die Kunden irgendwann langweilig, sie haben bereits eine Hublot und vielleicht legen sie diese dann in den Schrank. Wir wollen aber getragen werden! Hat eine Uhr einmal das Handgelenk verlassen, kommt sie vielleicht nie mehr dahin zurück. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb entwickeln wir immer neue Gründe unsere Marke zu lieben, um sich mit ihr zu beschäftigen“,

Wer den Mann einmal erlebt hat, weiß, dass man sich seiner fast schon teenagerhaften Begeisterung für Uhren nur schwer entziehen kann. Seine private Uhrensammlung gehört zum Allerfeinsten, was man in einen Tresor legen kann – selbstverständlich nicht nur Hublot, sondern auch die edelste Konkurrenz – aber täglich am Arm trägt er fast ausschließlich Hublot. Danach gefragt, welche Uhr er tragen würde, wenn er nur eine haben dürfte: „Unsere Big Bang.“ Darin offenbart sich seine geballte Kennerschaft in Sachen Uhren und ihr Marketing: Die Uhr ist durch und durch eine Biver. Oder mit seinen Worten:

Das ist die Spur, die ich auf der Welt hinterlasse. Genau wie jeder Uhrmacher, der an unseren Uhren schraubt und die winzigen Bauteile mit der Lupe einsetzt, mit seiner Fachkenntnis und seiner Leidenschaft seine Spur in der Uhr und auf der Welt hinterlässt.“

Jean-Claude Biver ist ein großer Erzähler und er macht das, was auch außergewöhnlichen Uhren eigen ist: Eine spannende Geschichte erzählen. Von Lust und Leidenschaft, von Lebensabschnitten und Erfolgen, von Niederlagen und Verkäufen, von unbedingtem Habenwollen, von Erreichtem und Erträumtem.

Get a Hublot or die tryin’

Der Rapper 50 Cent kennt seinen Vater nicht. Seine Mutter wurde ermordet, als er acht Jahre alt war. Er war Drogendealer und hat einen Kugelhagel überlebt, der ihn durchlöcherte wie einen Schweizer Käse. Danach hat seine Plattenfirma ihn entlassen. Und doch kam er zurück und lieferte mit „Get Rich or Die Tryin’“ das Megaseller-Album, das sich 15 Millionen Mal verkaufte und ihn in den Rap-Himmel schoss. Heute ist er „In Da Club“ der „Hublotistas“, wie sich die Gemeinschaft der Hublot-Besitzenden mit eigenem VIP-Club nennt. Zu jeder Uhr gibt es einen digitalen „Wisekey“, der einem als Community-Mitglied Zugang zu exklusiven Infos aus dem Hublot-Headquarter über geplante Uhrenmodelle sowie Einladungen zu besonderen Hublot-Events und weiteren speziellen Goodies verschafft. Die Hublot-Boutiquen sind heute seine „Candy Shops“ und 50 Cent gehört zu den Rappern, die auf Hublot schwören und ihre Big Bangs lieben.

Die internationale Rap-Elite und die Schweizer Edeluhrenmanufaktur haben sich gesucht und gefunden. Die Liebhaber der Marke kommen selbstverständlich aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen, aber die Rap-Szene liefert sicherlich eine Klientel, das idealtypisch zum gerne auffälligeren Luxus neigt und sich damit bei Hublot besonders verstanden fühlt.

Magna Carta Holy Hublot

Hublot King Power Split Second Chronograph

Hublot King Power Split Second Chronograph

Die Schweizer fühlen sich ebenfalls geehrt, so prominente Fans wie Shawn Carter alias Jay-Z in ihren Boutiquen begrüßen zu dürfen. Die gegenseitige Zuneigung geht sogar so weit, dass man gemeinsame Sache macht und Jay Z zusammen mit dem Hublot-Designteam Uhren entwirft. 2013 ging man mit Shawn Carter eine fünfjährige Design-Partnerschaft ein. Bei Hublot mutmaßte man, dass Mr. Carter sich an einer eigenen Big Bang versuchen würde. Doch weit gefehlt: Er sei nun in seinen Vierzigern und da stünde ihm der Sinn nach mehr Understatement. Auch gut – man nahm sich gemeinsam der klassischer und etwas leiser gestalteten Classic Fusion an und baute eine auf 250 Stück limitierte Serie von „Shawn Carter by Hublot“-Uhren in schwarzer Keramik und 100 Stück in 18-karätigem Gelbgold. 25 Prozent der Umsätze gehen an die Shawn Carter Foundation und unterstützen Jugendliche aus sozial schwachen Familien auf ihrem weiterführenden Bildungsweg.

Dass Hublot nicht nur eine Uhr ist, sondern gleich ein ganzer Lifestyle, ist eine weitere Gemeinsamkeit mit der Welt des Hip Hop. Wenn die „Hip Hop Heavy Hitters“ – die Großen im Rap-Geschäft– auflaufen, um ein paar Flaschen Champagner zu köpfen, weil es was Schönes zu feiern gibt – wie den Geburtstag von Rapper Rick Ross-, dann sind auch gerne ein paar Hublot-Uhren an den Handgelenken, die den Schampus auf Eis zur goldenen Kehle führen. Über-Produzent und Rap-Legende Dr. Dre brachte Rick Ross jedenfalls zum Geburtstag im Amnesia Club, Miami Beach, nicht nur so illustre Freunde wie Sean Combs aka Puff Daddy alias P. Diddy, Whiz Khalifa und Ne-Yo mit, sondern auch eine feine Hublot für schlappe 100.000 Dollar. Da schmeckt der Champagner natürlich gleich nochmal so gut. Das ist sicher nichts für notorische Neidhammel – da muss man gönnen können: Prost und Happy Birthday liebe Rap-Gemeinde und liebe Uhrenfreunde.

Was Jean-Claude Biver privat wohl hört, wenn er sich abends mit seiner Frau auf dem familieneigenen wunderschönen Anwesen mit Blick auf den Genfer See entspannt? Von Hublot jedenfalls werden wir in Zukunft noch viel hören – nicht nur Hip Hop. Die Marke ist gekommen, um zu bleiben und das mit nicht weniger als einem angemessenen Big Bang!

Hublot Classic Fusion

Hublot Classic Fusion

 

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